
Edgar Göderer entwickelt einen Vorverstärker für bessere Röntgenbilder
Man kann Gegenstände wiegen oder zählen. Beides sind Methoden, um herauszufinden, wieviel von etwas vorhanden ist. Im Falle der Bildgebung beim Röntgen war es lange so, dass das Verfahren eher dem Wiegen von Photonen glich als dem Zählen. „Man kann sich die Röntgenphotonen vorstellen wie Perlen“, erklärt Edgar Göderer. „Beim klassischen Röntgen hat man zum Beispiel einen Eimer voll Perlen und man wiegt einfach dessen Gewicht. Bei unserer Methode zählen wir, wie viele kleine, mittlere und große Perlen in diesem Eimer drin sind. Und das ermöglicht uns ein farbiges und kontrastreicheres Bild.“

Edgar Göderer vor einer vergrößerten Ansicht der Pixelelektronik, die den Vorverstärker enthält.
Was wir für die Bildgebung beim Röntgen entwickelt haben, kann man sich vorstellen wie den Schritt von Schwarzweißbildern zu 4K in Farbe. Das klingt übertrieben, ist es aber nicht.
Edgar Göderer, Leiter der analogen Elektronik-Entwicklung im CT-Detektorzentrum bei Siemens Healthineers, Forchheim
Jedes einzelne Röntgenphoton sichtbar machen

Kern der Technologie: Halbleiterchips wie dieser sind in den CT eingebaut und enthalten etwa tausend winzige Vorverstärker.

Das Ergebnis ist "einfach magisch"
Edgar Göderer hält einen so genannten Wafer in seinen Händen. Diese sehr dünnen Scheiben bestehen hauptsächlich aus Silizium. Sie enthalten viele einzelne Halbleiterchips, die später herausgelöst werden.

Edgar Göderer bei der Justierung des Detektormoduls in einer Röntgenmesskammer.

Edgar Göderer, Anna Gabiger-Rose (Halbleiterchips Verantwortliche), and Michael Hosemann (Leiter Digital electronics).